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Abenteuer Schweden / Norwegen 31.07.2021

Und schon ist die Nacht vorbei… Viel später als geplant wache ich auf und der Plan, sehr früh aufzustehen um direkt die knapp 400 km zum Bärenpark nach Orsa durchzufahren, ist hiermit nicht mehr aktuell! Also Kaffee trinken und neu planen. 

Ich nutze die Gelegenheit und mache Großputz. Teppiche raus, Wäsche sortieren. Lebensmittel neu sortieren usw. Dauert nicht lange und ich habe direkt wieder ein tolles Gefühl, so aufgeräumt und sortiert. So entscheide ich mich für die Route nach Orsa, aber ganz entspannt und will da einen Stellplatz finden, wo es eben passt. Heute ist es egal wie weit ich komme. Auch mal entspannt!

Wie immer gibt es viel zu entdecken, aber ich kann unmöglich alles fotografieren. Also reise ich entspannt dahin und halte kurz vor Östersund. Spontan frage ich Google nach Sehenswürdigkeiten in der Nähe und da gibt es in Orrviken eine Elchfarm. So bin ich also wenige Minuten später auf dem Parkplatz der Elchfarm und freue mich auf eine geführte Tour.

Da noch fast eine Stunde Zeit ist gönne ich mir eine Waffel und eine Tasse Kaffee und warten auf der Terrasse in der Sonne. Ich genieße das und bin erneut unendlich dankbar für dieses Erlebnis.

Langsam kommen immer mehr Touristen an und die Terrasse füllt sich. Pünktlich geht die Tour los. Vorab ein paar allgemeine Informationen bevor wir Richtung Gehege wandern. Es ist eine informative und humorvolle Führung. Es ist wunderbar den Tieren nicht einfach nur nah sein zu können, sondern auch so viel zu erfahren. Am Ende bin ich einfach glücklich, dass ich so spontan hierher gefunden habe. 

https://www.moosegarden.com

Da es früher Nachmittag ist, schaue ich erneut was mir Google jetzt so anbietet und will noch zu einem kleinen Reservat fahren. Aber vorher beschenke ich mich noch selbst und kaufe in dem kleinen Cafe / Shop einen Elch zur Erinnerung. Er soll mein neuer CoPilot werden!

Keine 10 Minuten später bin ich auf Höhe des Reservates, finde aber keinen Zugang. Kann also nirgends parken und fahre wieder zurück. Dann nutze ich doch noch die Gelegenheit, parke am Wegrand und laufe zum Wasser. Es ist in Sichtweite und ich bin ja schnell wieder am Auto. Ein paar Bilder später bin ich dann schon wieder zurück bei Blacky. und mache ich nun weiter auf den Weg Richtung Orsa. 

Knapp 100 km vor Orsa halte ich an einem Parkplatz und bin direkt hingerissen. Wasser, Steine, Seerosen, Natur und ich bin ganz alleine. Erst laufe ich etwas umher, lasse alles auf mich wirken und beschließe die Nacht hier stehen zu bleiben. Wenn mir das einer noch vor ein paar Monaten erzählt hätte, ich allein hier über Nacht! Ich hätte laut gelacht. Aber inzwischen fühlt es sich einfach nur richtig an. Zumal ich auch hier nicht einen einzigen Tag Angst hatte. Was für eine Bereicherung!

Wenige Minuten später entschließt sich ein Ehepaar ebenfalls für eine Nacht hier an diesem tollen Parkplatz. 

Es gibt heute nur Nudeln mit Soße. Jetzt so satt und zufrieden merke ich dann doch den Tag, die vielen km. Also mache ich es mir gemütlich und widme mich nur noch meinen Reisenotizen. Dann noch den Schlaf nachholen, der mir gestern nicht möglich war. Morgen früh sind es dann nur noch 100 km und ich habe den Bärenpark in Orsa erreicht. Darauf freue ich mich schon sehr! Auch wenn die Wettervorhersage eher mäßig ist, ich mache wie immer das beste draus.

So falle ich dann kurze Zeit später ins Traumland.

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Abenteuer Schweden / Norwegen 30.07.2021

Eine kurze aber sehr erholsame Nacht liegt wieder einmal hinter mir. Mit einem Kaffee und dem Blick auf die Wasserfälle beginnt mein Tag, ist das nicht wunderbar!

Das heutige Tagesziel ist Strömsund. Nur knapp 200 km. Ist ja inzwischen keine Strecke mehr… Also mache ich noch entspannt ein paar Bilder, auch wenn das Wetter nicht so optimal ist. Aber das spielt wirklich keine Rolle. Es ist nach wie vor einfach nur beeindruckend. 

Gemütlich lasse ich km um km hinter mir und halte auch mal öfter an. Ich liebe diese kleinen Inseln im Wasser, diese Felsen. Es ist immer wieder ein Genuss. Natürlich bringe ich vieles davon auf meinen Speicherkarten mit nach Hause, aber in meinem Herzen gibt es noch viel mehr schönes Erinnerungen und ganz persönliche Momente.

Auf dem Weg komme ich noch an den Dimforsen vorbei. Natürlich halte ich auch hier an einer geeigneten Parkbucht an und mache mich auf den Weg. Meine Freunde, die Mücken, sind auch schon da! Aber ich wandere weiter und als ich da stehe und wieder einmal diese Kraft spüre hat sich der Halt gelohnt. Mir war vorher nicht bewusst, wie sehr mich Wasser beeinflusst. Also ich meine in dieser Intensität. Nach ein paar Videos und Bilder mache ich mich wieder auf den Weg zurück. 

In Strömsund entscheide ich mir für einen Stellplatz in der Nähe eines Freilichtmuseums. Für 100 Kronen soll das mein Platz für diese Nacht sein. Ohne Strom und ohne Ver- und Entsorgung, aber das passt für mich.

Kyrkgatan 1, 833 35 Strömsund, direkt neben dem Museum und dem Yachthafen in der Nähe.

Während ich noch die Anmeldung ausfülle, den Schein in den Umschlag stecke, spricht mich eine Frau an. Auch sie reist alleine und ist schon viele Jahre in Schweden unterwegs. Ein nettes Gespräch und ein paar Tipps für meinen weiteren Weg. 

Eine kleine Runde drehe ich noch bevor es dann anfängt zu regnen. So kann ich mich dann meiner Arbeit widmen und genieße wieder einmal meinen Arbeitsplatz und heute mit dem Geräusch von prasselndem Regen. Es gibt schlimmere Arbeitsplätze! 

Irgendwann treibt mich dann die Müdigkeit in Richtung Bett. Aber an Schlaf ist nicht zu denken. Neben dem Freilichtmuseum scheint ein Treffpunkt der Jugend von Strömsund zu sein. Es ist sehr laut, quietschende Reifen, Geschrei und diese Musik. Irgendwann parke ich mein Auto um, ein Stück weiter weg auf dem großen Platz. Etwas weniger Lärm, aber an Schlaf ist lange nicht zu denken! Ein Hörbuch, etwas lauter als sonst, hilft mir auf dem Weg ins Traumland.

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Abenteuer Schweden / Norwegen 29.07.2021

Ausgeruht und noch vor dem Wecker wache ich auf. Tasche packen, Kaffee genießen, Parkautomat füttern und dann los zum Treffpunkt. Aber vorher noch meine neuen Glückssocken anziehen 😉

Dieses Mal nehme ich aber meinen kleinen Rucksack mit, da habe ich besseren Zugriff auf meine Kameras. Hatte ja auch vorher gefragt ob das möglich ist und kenne ja nun auch die Größe der Boote. Packe auch wieder meine Jacke ein obwohl es warm ist und meine Mütze. Keine 5 Minuten später bin ich am Treffpunkt. So mag ich das. Hier müssen wir allerdings eine Maske tragen. Und wir bekommen neben den schweren Anzügen noch Schutzbrillen. So ausgestattet und nach einem kurzen Check der Ausrüstung, geht es runter zu den Booten. Mein Rücksack muss aber in die Mitte, der Guide will aussen herum laufen können, so packe ich nur mein großes Tele aus und lasse den Rest im Rucksack. Und los geht´s.

Auch hier wieder alles auf englisch, so bekomme ich wieder viele tolle Infos. Ich genieße es erneut und der erste Halt soll bei den Saltstraumen sein. Innerlich erfriert mein lächeln. Aber wir werden doch nicht da durch fahren? So wie die, die ich neulich von oben beobachtet habe???

Ja und dann sind wir auch schon dort. Alle 3 Boote fahren um, durch und quer umher. Natürlich haben die Guides alles im Griff und da alle jauchzen und sich freuen wird nochmal ganz nah an einen riesigen Strudel gefahren. Dann zieht das Boot plötzlich rückwärts. Ich will gar nicht wissen ob das ein gewolltes Manöver ist. Ich atme ruhig weiter und als der Motor wieder laut durchstartet und wir aus dem Strudel sind ist meine Welt wieder in Ordnung. Aber ich muss zugeben, es macht schon Spaß!

Der Guide erklärt, es ist gerade Medium Stärke und es kann schon auch anders sein. Noch ein paar Infos und dann geht es weiter. Plötzlich eine Hand nach rechts oben. Der Motor wird gestoppt. Ein Adler im Baum. Und ich erwische ihn auch noch!!! Yeah. Fängt ja schon gut an.  

Der Guide gibt Gas und ich bin über die Schutzbrille froh. Was für ein Tempo. 

Kurze Zeit später direkt wieder anhalten. Dieses Mal sind es mehrere Adler die förmlich in der Luft tanzen. Fast vergesse ich Bilder zu machen. So beeindruckend das anzuschauen. Was Glückssocken so alles ausmachen… (Danke Kati!)

 

Maske und Brille sitzen nun nicht mehr richtig, wie auch bei dem Grinsen in meinem Gesicht! Es geht noch an einer Lachsfarm vorbei und dann auch irgendwann wieder zurück nach Bodo in den Hafen. Ich bin glücklich!

Dann am Treffpunkt noch den schweren Anzug loswerden und ich mache mich auf den Weg zu Blacky. Ich könnte die ganze Welt umarmen. Eine kurze Kaffeepause und weiter planen. Das nächste Ziel sind die Trappstegsforsen in Schweden. Ganze 500 km, aber ich denke ich fahre einfach mal los und schaue wie gut es voran geht. Also mache ich nach dem letzten Schluck Kaffee alles reisebereit und fahre entspannt und zufrieden los. Hier und da muss ich aber einfach anhalten und den Moment genießen. Heute passt auch das Wetter, es ist ein Luxus.

Es geht gut voran und ich denke ich komme so gegen 19 Uhr an. Passt wunderbar. Und dann führt mich der Weg auf den Vildmarksvägen. Und wild trifft es sehr gut. Irgendwann habe ich an Google Maps gezweifelt. Schlaglöcher, Kies und weit und breit niemand unterwegs. Meine Geschwindigkeit ist dann irgendwann zwischen 20 und 30 km/h. Mehrmals entschuldige ich mich in Gedanken bei Blacky für die Tortur! Aber am Ende komme ich dann spät, (sehr spät, es ist kurz vor 22 Uhr) an den Wasserfällen an. Der Hunger ist riesig und so koche ich erstmal etwas. Bratkartoffeln und Lachs. Danach ist alles wieder im Lot. Auf dem Parkplatz sind noch 4 andere Mobile und ein PKW mit Dachzelt. Ich bin jedoch die einzigste, die da über den Parkplatz wandert. Das rauschen hat mich in den Bann gezogen und ich bin hellwach. Ein paar Bilder und dann noch ein Zeitraffervideo. Das muss sein! Und genau bei diesen Wasserfällen erwischt es mich emotional ohne Vorwarnung. Es überkommt mich wie eine Welle. Dieses Glück, das alles erleben zu dürfen. Der neu gewonnene Mut, mein neues Selbstvertrauen. Ich habe mich nie so frei gefühlt.

Während also noch das Zeitraffervideo die Bilder aufnimmt, studiere ich die Straßenkarte. Denn den Weg zurück will ich auf keinen Fall mehr! Und schnell ist die Route für den nächsten Tag klar. Als ich dann alles wieder aufgeräumt habe, wie immer alles sichern und ab ins Bett. Mit dem rauschen falle ich schnell ins Traumland. 

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Abenteuer Schweden / Norwegen 21.07.2021

Nach einer weiteren entspannten Nacht starte ich mit einem Kaffee und Blick auf das Wasser in den Tag. Schnell ist alles reisefertig und das Tagesziel ist die Atlantikstraße. Das Wetter ist perfekt und wenn es so bleibt, dann kann ich dort auch die Drohne starten. So motiviert fülle ich noch Frischwasser nach und Straße um 10 Uhr in Richtung Atlantikstraße. Gute 130 km, also Etwa 3 Stunden Fahrt liegen nun vor mir.

Hin und wieder halte ich an schönen Stellen an und mache ein paar Bilder. Aber ich muss mich zügeln, sonst werde ich nie ankommen… 

Erneut geht es mit der Fähre weiter und ich steige dieses Mal sogar aus und begebe mich auf Deck. Der Wind, die Aussicht, ich grinse nur noch. Ich werde mit jeder weiteren Fahrt mit einer Fähre sicherer und verspüre auch heute keine Übelkeit. 

Dann bin ich auch schon an der Atlantikstraße. Ich parke an einem noch freien Platz und ziehe mich warm an. Inzwischen ist der Wind so stark, an die Drohne ist nicht zu denken. Also schnappe ich meinen Rucksack und gehe auf Entdeckungstour. Hinauf auf die kleinen Hügel und es ist ein toller Ausblick auf Teile der Atlantikstraße möglich. Ich versuche nun also so viele Bilder wie möglich zu machen. Wechsle auch mal den Standort und entscheide mich für eine Nacht hier auf dem Parkplatz. In der Hoffnung noch ein paar Bilder mit Sonnenuntergang zu machen, koche ich etwas (es gibt den Rest der Lammspieße und nochmal Bratkartoffel), dann warte ich ab und wärme mich im Blacky auf.

Jedoch ziehen immer mehr Wolken auf, dazu noch etwas Regen und Bilder im Sonnenuntergang bleiben nur ein Traum. Aber ich bin inzwischen müde und mache mich bettfertig. Mal sehen wie diese Nacht auf der Atlantikstraße so wird!

 

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Abenteuer Schweden 27.06.2021

Sonntag 27.06.2021

Rüber auf die Nachbarinsel Öckerö – Tagesziel Malmö

300 km

Auch heute hat sich an der grauen Wolkendecke und dem Regen nichts geändert. So räume ich alles langsam auf, mache alles fahrbereit. Hier möchte ich allerdings noch Frischwasser auffüllen. Somit habe ich dann auf meiner Route zweimal den Tank gefüllt. 90 Liter stehen mir zur Verfügung, ich denke das ist ein guter Verbrauch. Also rolle ich den Schlauch auf merke aber beim aufdrehen, dass hier ein Art Verschluss vorhanden  ist. Ich kombiniere, es ist ein Schlauch, der nicht für die Frischwasserversorgung der Wohnmobile geeignet ist. Also alles wieder aufrollen… Ein paar Meter weiter noch mehr Schläuche. Dieses Mal öffne ich VORHER den Hahn und es funktioniert. Also erneut Schlauch abrollen und Blacky “betanken”. Nachdem wieder alles aufgeräumt ist fahre ich zur Station an der ich meine Toilette entsorgen kann. Habe ich also auch das erledigt. Gleich daneben ist ein großer Schlauch, der an eine fahrbare Wanne angeschlossen ist. Diese schiebe ich unter Blacky und kann somit auch mein Grauwasser entleeren. Müll noch am anderen Ende vom Platz entsorgen und los geht es nach Öckerö.

Wenige Minuten später fahre ich einen Küstenabschnitt an, den mir wieder mal Google empfohlen hat. Ich parke am Friedhof, die Küste sehe ich schon beim aussteigen. Der kleine Rundgang zeigt auch hier diese fantastische Felsenlandschaft, aber der Wind lädt nicht gerade zu langen Wanderungen ein.

Also steht dann das heutige Tagesziel fest. Es soll nach Malmö gehen. Ein Stellplatz mit Blick auf die Öresundbrücke. Vor uns liegen 300 km. Aber mit genügend Zeit und neuer Energie durch den gestrigen Ruhetag ist das leicht zu schaffen. Und schon geht es los.

Es geht sehr gut voran und auch wenn nun das Ende von meinem Abenteuer ansteht, bin ich mehr als glücklich. Meine Route führt mich durch die Stadt, aber auch der Verkehr streßt mich in keiner Weise. Irgendwann führt mich der Routenplaner durch eine Seitenstraße, dann sollen es noch 850 Meter sein. Aber plötzlich ist da eine Baustelle. Die Fahrspur ist für meine Richtung gesperrt, man kann mir nur entgegenkommen.

Die Straße ist nicht zu lange, aber normalerweise würde ich nun umdrehen und eine andere Zufahrt suchen. Kurz bleibe ich stehen. Überlege und es kommt kein Gegenverkehr. Soll ich nun umdrehen und mich mit der Suche streßen oder einfach die paar Meter durchfahren? Der neue mutige Teil in mir siegt, ich fahre los und bin kurz danach durchgefahren, kurz vor meinem eigentlichen Ziel und habe ja niemandem geschadet. Gleich denke ich an meinen Mann, der wäre jetzt stolz auf mich! 

Nun also nur noch am Park vorbei, rechts abbiegen und der Stellplatz ist schon in Sicht. Wie gedacht mit Blick auf die Brücke in vorderster Reihe. Ich ergattere noch einen freien Platz und suche die Möglichkeit am Automaten zu zahlen. Die Nacht kostet mich 200 Kronen (ungefähr 20 Euro), dafür habe ich Strom, sehr gutes Wlan, kann mein Grauwasser ablassen, könnte WC und Duschen nutzen und habe diesen tollen Ausblick.

Wir erkunden dann also den nahegelegenen Hafen, drehen um und erkunden noch die andere Richtung zum Park. Als Überraschung befindet sich direkt dahinter ein Hundeauslauf. Zur Hauptstraße hin ein großer Zaun. Ich bin begeistert und lasse Daily laufen. Als ich wieder zurück will, entdecke ich ganz hinten am Gelände eine Familie mit Kinderwagen, ohne Hund, die das Gelände überqueren. Nunja das sollte man eben bedenken, wenn man den Auslauf nutzen will. Daily hat hier keine Schwierigkeiten, aber wer will schon Ärger oder Diskussionen im Urlaub haben. 

Den kleinen Hügel nach oben, die Aussicht genießen und schon sind wir wieder am Stellplatz. 

Entspannt geht es an diesem letzten Tag zu. Nach etwas Recherche weiß ich nun, dass Deutschland und Schweden als grün eingestuft wurden, also von der Seite Dänemark, so kann ich ohne weiteren Test ausreisen.

An diesem letzten Tag nutze ich die Gelegenheit und mache ein paar Bilder vom Sonnenuntergang. Auch diese tolle Stimmung und Atmosphäre schließe ich in mein Innerstes und genieße dankbar mein schwedisches Lieblingsgetränk. 

 

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Abenteuer Schweden 26.06.2021

Samstag 26.06.2021

Ruhetag auf der Insel Hönö

Das leichte klopfen der Regentropfen weckt mich auf. Ich ziehe den Vorhang vorne auf und blicke auf einen grauen Hafen. Der Himmel voller Wolken und es regnet.

Aber mich darüber aufregen würde mir nicht in den Sinn kommen. Denn ändern kann ich nichts daran! Aber eine Alternative finden ist sicher möglich. Aber zuerst erkunden wir gemeinsam den jetzt noch stillen kleinen Hafen. Alle Rollos der vielen Wohnmobile sind noch geschlossen. Fürs erste plane ich mal einen Kaffee zu kochen und dann entspannt in den Tag zu starten.

Gesagt, getan und schnell fällt die Entscheidung einen Ruhetag einzulegen. Reiseberichte weiter zu schreiben. Bilder vorzubereiten usw. Es tut einfach gut auf sich selbst und das eigene Bauchgefühl zu hören. Und ich will das unbedingt beibehalten. Heute weiß ich auch direkt, wo ich die für den Verlängerungstag bezahlen kann. 

Perfekte Zeit für einen leckeren, schwedischen Muffin. Ich bin glücklich!

Heute denke ich auch viel an die letzten Tage, die ganzen Eindrücke und bin unendlich dankbar für diese Möglichkeit. Aber auch sehr stolz, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe. Allein als Frau im Wohnmobil durch Schweden zu fahren. Mich selbst um all die Organisation zu kümmern. Die Routen selbst auszuwählen und durch keinerlei Angstgefühle gehemmt zu sein. Es ist eine intensive Zeit, das alles wird mir keiner mehr nehmen können und davon werde ich sicher lange Kraft tanken können. Nichts zu müssen, alles zu können – ein grandioses Gefühl der Freiheit. (M)ein Abenteuer Schweden 🙂 

Für den nächsten Tag plane ich die Fahrt auf die Nachbarinsel Öckerö und ein paar Rundgänge. Mehr steht dann nicht mehr auf dem Programm und ich lasse den Tag entspannt ausklingen und will den nächsten genauso entspannt angehen. 

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Abenteuer Schweden 25.06.2021

Freitag 25.06.2021

Tagesziel Elgafossen, Bullaren – spontane Weiterfahrt zur Insel Hönö

300 km 

Nach einer entspannten Nacht sind die Kräfte und die Energie auch wieder mit an Bord! Es soll heute zu den “echten” Wasserfällen Elgafossen gehen. Rund 120 km, wie ich finde wieder eine überschaubare Strecke. Ob ich dann dort frei stehen kann oder einen Stellplatz, bzw. Campingplatz wähle will ich noch offen lassen.

Es ist eine entspannte Fahrt, die vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen sagen mir zu, es ist ein entschleunigtes Reisen. Ganz nach meinem Geschmack!

Auf der Route schaue ich mir noch den  Dalslandskanal an. Laut Google eine Sehenswürdigkeit in Sachen Schleusentechnik. Dort komme ich früh an, es ist noch kein Tourist zu sehen. Am Ende meines kleinen Rundgangs vermute ich, auch hier gibt es Einschränkungen aufgrund der Pandemie. Dann also ein paar Erinnerungsbilder und weiter.. 

 

Je näher das Tagesziel, desto karger wird die Landschaft, so empfinde ich es irgendwie. Aber es geht ja auch nah an die Grenze zu Norwegen. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Der Routenplaner führt mich aufwärts, eine einfache Kiesstraße entlang und am Zielpunkt angekommen eine kleine Parkbucht für 4 Fahrzeuge. Danke, dass Blacky so klein und wendig ist!

Wir folgen dem Schild Wasserfälle und es geht direkt in den Wald. Dann hört man schon das rauschen. Wir stehen jetzt also oberhalb des Wasserfalles. Ein paar Schritte weiter sehe ich unten einen Pfad. Naja ziemlich steil und ich denke schon an den späteren Aufstieg, aber wir haben ja Zeit. Dann kommen wir zu einer Treppe. Also steil ist hier untertrieben… Während ich noch hadere und zweifle ob das der richtige Weg für uns ist startet Daily schon los. Bereits auf der ersten Stufe rutscht ihr Fuss ab. Ich lasse meinen Rucksack fallen, schnalle den Fotogürtel ab und setze mich auf die erste Stufe. Behutsam greife ich Daily vorn und hinten und dann ist sie auch schon wieder zurück auf der Holzplattform. 

Dieser Weg ist also für uns NICHT geeignet!!!

Zurück zum Auto, vielleicht fahre ich nochmal nach unten, und dort irgendwo parken und wir laufen die gerade Strecke? Mal sehen. 

Aber unten angekommen sind keine Parkplätze mehr verfügbar, auch die Idee ein Stück zurück zu fahren und dort zu stehen klappt nicht, denn gerade da gibt es nichts zum stehen. Wie kurios! Ich biege also rechts ab und versuche einen Weg mit einem anderen Zugang zu finden. Schließlich erkenne ich dann urplötzlich den Grenzübergang zu Norwegen. Der ist allerdings unübersehbar gesperrt. Also will ich da auch nicht mein Auto stehen lassen und verbotenerweise rüber spazieren.

Egal nun ist es so, dann keine Wasserfälle. Aber einen Kaffee später und ein paar Minuten schmökern im Reiseführer ergeben ein neues, spontanes Tagesziel, die Insel Hönö. 180 km sollten gemütlich zu schaffen sein! Dann also los… 

Und irgendwo im nirgendwo steht ein Elch am Straßenrand!

Kurz vor der Insel wird mir nochmal klar, dass ich ja mit der Fähre übersetzen muss. Und eigentlich bin ich ja extrem seekrank, aber schauen wir mal. Kurz vor der Fähre dann die Fahrspuren und die Ampelanlage. Ich kann bis ganz nach vorne fahren und schalte den Motor aus. Erstmal orientieren. Die Fähre legt gerade ab, also hab ich genug Zeit. Es gibt 5 Spuren. Ich bin in der 3, die für Wohnmobile und große LKW. Also die nächste Fähre anlegt, alle Fahrzeuge runtergefahren sind, starten die ersten Spuren mit grün. Spur 1, Spur 2, Spur 4 und 5 und zuletzt dann meine Spur. Irgendwie aufregend. Ich fahre bis ganz nach vorne. Motor aus, Handbremse und staunen. Direkt rufe ich mal meine Mama an, die wird staunen, ich auf einer Fähre!

Schon ein paar Minuten später legt die Fähre auf Hönö an. Wieder gleiches Ampelsystem. und dann geht es schon Richtung Stellplatz. Direkt am Hafen. 

Auch dieser Stellplatz ist sehr gut zu finden, kaum belegt und so finde ich einen Platz direkt vorn mit Blick auf die Boote. Wunderbar! Ich schließe meinen Strom an und öffne mal alle Türen.

Aber wo zahle ich nun? Kommt hier auch jemand zum kassieren wie bei den Stellplätzen vorher? Also wandere ich mal über den Platz. Finde den Müllcontainer, die Duschen und WC, viele Schläuche für Frischwasser, aber nix zum zahlen. Als ich meine “Nachbarn” anspreche ist die Dame sofort bereit mit mir zum Computer zu gehen. Camper hilft Camper 😉 

Es ist ein kleiner Kasten, den man nur öffnen muss! Erst ist es mir peinlich, aber dann lachen wir beide und die nette Frau geht wieder zurück. Ich tippe alles ein, zahle mit Karte und habe dann eine Banderole, gültig bis zum nächsten Tag 12 Uhr.

Ein schöner Inselabschnitt laut Google liegt etwa 1 km entfernt, das ist eine schöne Abendspaziergang Tour.

Erst durch ein Wohngebiet und dann an einem Spielplatz vorbei, der Weg wird enger und plötzlich der Blick auf das Wasser, Felsen, die Sonne scheint noch. Ich bin überwältigt. Natürlich gleich mal Fotos machen.

Wir wandern dann ein Stück über die Felsen und ich setze mich ein wenig hin. Voller Dankbarkeit genieße ich diesen Moment! 

Zurück am Stellplatz koche ich etwas und dann steht nur noch etwas Arbeit an. Emails, Kundenaufträge usw. Aber mit dem Blick auf die Boote ist es keine richtige Arbeit 😉 Etwas später noch eine kleine Abendrunde, aufräumen und entspannt ab ins Bett. Für den morgigen Tag soll es an den Küstenabschnitt gehen um den Sonnenaufgang einzufangen.

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Abenteuer Schweden 24.06.2021

Donnerstag 24.06.2021

Ruhetag in Trollhättan eingelegt

Mit dem Aufwachen kam die Anstrengung der gestrigen Wanderung mit einem Schlag auf mich zu! Diese Wanderung und die Fahrt hat mich einiges an Kraft gekostet, auch wenn es ein wundervoller Tag war. Somit höre ich heute ganz brav auf meinen Körper und lege einen Ruhetag ein. Und bei der Morgenrunde mit Daily entdecke ich nur wenige Meter vom Stellplatz das Schild welches auf ein Naturreservat hinweist. Also wie konnte ich das gestern übersehen?!

Dann soll es heute also durch dieses kleine Reservat gehen, dann weiter in die Stadt zu den Wasserfällen. Eine Uhrzeit, wann das Kraftwerke die Wassermaßen durchläßt habe ich zwar noch nicht, lasse mich aber überraschen. Mit kleinem Gepäck geht es los. Und schon direkt nach dem Aufstieg in das Gebiet springt von rechts nach links ein Reh. Aber sowas von nah! Natürlich konnte ich es nicht fotografieren, aber schon ein paar Meter weiter posiert ein Eichhörnchen für mich. Na die Gelegenheit nutze ich aber.

 

Es ist eine entspannte Wanderung und ich genieße diese Ruhe, das Grün, den Duft, einfach alles. 

Dann ein kleiner Abstieg und wir laufen Richtung Stadt. Es ist aber schon wieder sehr warm, also suche ich immer Wege die etwas Schatten bieten. In der Stadt überkommt m ich ein Hungergefühl. Aber nach einigen Runden durch die Gassen führt mich mein Weg zu einem Imbiss, dort bestelle ich einen Dürüm. Nicht schwedisch, aber für einen Besuch im Restaurant steht mir einfach nicht der Sinn. Den Dürüm genieße ich dann auf einer Parkbank am Fluss und beobachte das Treiben in der Fußgängerzone.  Als nächstes möchte ich also zu den Wasserfällen.

Auf dem Rückweg komme ich also an dem ausgewiesenen Parkplatz für die Attraktion vorbei. Auch das Werbeschild sehe ich, aber von da kann man doch nichts sehen? Ich orientiere mich also weiter zurück und biege dann irgendwann mal rechts ab und laufe einen schmalen Weg entlang. Dieser führt uns direkt zu einer perfekten Position um das Spektakel zu beobachten und zu fotografieren.

Aber nach ein paar Minuten schaue ich nochmal auf der Seite des Kraftwerks nach und siehe da, aufgrund der Pandemie wird kein Wasser fließen! Sehr schade, aber so ist es nunmal. Also laufen wir entspannt zurück zum Parkplatz. Wieder durch das kleine Reservat, weg vom Trubel der Stadt.   

Der restliche Tag verläuft dann eher ruhig. Während Daily schnarcht sichere ich noch ein paar Bilder und stöbere nebenher in meinen Reiseführern und plane mal grob die nächste Route. Es war eine gute Entscheidung heute nichts weiter zu planen und somit genieße ich das “Nichts-Tun” und entspanne einfach.

Den kostenlosen Stellplatz direkt mit Google Maps finden

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Abenteuer Schweden 23.06.2021

Mittwoch 23.06.2021

Tageziel Trollhättan

170 km

Der Wecker klingelt heute sehr früh. Es soll ja vor der Hitze in den Tiveden Nationalpark gehen. Aber ein Blick aus dem Fenster gibt Entwarnung. Es hat über Nacht geregnet. Leichter Nebel liegt noch auf dem See. Eine Wolkendecke verheisst einen eher kühleren Tag. Somit geht jetzt alles sehr langsam und entspannt voran.

An diesem einsamen See aufzuwachen ist einfach ein Geschenk.

Am Nationalpark, am Eingang Ösjönäs stecke ich mir noch den deutschen Flyer ein und entscheide mich für die lila Route, den Trehörningsrundan. Stattliche 9,5 km und laut Beschreibung einer der schönsten, aber auch beschwerlichsten Routen.

Los geht es und da es einmal rund um den See geht habe ich auch in Sachen verlaufen keine Sorge. Aber es zeigt sich, die Wegweiser sind auch hier sehr gut angebracht.

Die Steigungen schaffe ich erstaunlicherweise leichter als sonst. Die 8 Tausender Tour Zuhause war wohl eine perfekte Vorbereitung.

Hier und da gibt es schöne Bereiche direkt mit Zugang zum Wasser. So kann sich Daily immer mal wieder abkühlen. Aber heute ist es zum Glück wirklich nicht heiss.

Beeindruckende Landschaft, hier und da mache ich Bilder. Aber lange stehen bleiben bedeutet auch, die Mücken magisch anzuziehen. Zudem verlangt der Weg meine volle Aufmerksamkeit. Wurzeln, Steine und auch kleine Mini-Moore machen den Weg zu einem Abenteuer.

Nach und nach wird aus dem kleinen Abenteuer aber ein großes. Der Weg wird wilder, anspruchsvoller und als ich an einer Stelle über einen riesigen, zudem ungesicherten Felsen soll wird es mir schon mulmig. Denn rechts und links geht es einfach mal steil nach unten.

Dann stehe ich einmal vor einem Abstieg und plane in meinem Kopf wie ich unbeschadet nach unten komme. Mehrere Versionen, aber die, bei der ich mich hinsetze und vorsichtig nach unten „rutsche“ siegt.

Da ich bisher niemandem begegnet bin mache ich mir über Zuschauer auch keine Sorgen. Und selbst wenn…

Daily läuft zielstrebig voran. Regiert auf „langsam“ und „warte“ perfekt und wir meistern diesen Weg gemeinsam. Nach mehr als der Hälfte werden die Schritte nach unten anstrengender und teilweise bleibt Daily stehen, dreht sich um und schaut mich an. Ich will in Ihrem Gesicht lesen „Komm das schaffen wir“ und so machen wir es dann auch.

Inzwischen sind mir schon einige Menschen entgegen gekommen und ich wundere mich. Die sehen alle so frisch aus, was ich von mir nicht behaupten kann.

Als ich das Schild Ösjönäs 1,6 km sehe rufe ich innerlich meine ganze Motivation zusammen und tausche die noch zu laufenden knapp 2 km aus gegen die bisher knapp 8 km! Und das wirkt Wunder.

Am Parkplatz eingekommen erstmal frisch machen. Während ich erfrischt aus dem Bad komme und in neue Kleider tauche liegt Daily bereits schnarchend auf meinen Schuhen.

Ich melde mich bei meinen Lieben und überlege, endlich barfuß, ob ich tatsächlich noch die knapp 180 km nach Trollhättan fahren soll. Dort will ich mir die Wasserfälle anschauen.

Mein Bauchgefühl sagt ja und ich mache alles fahrsicher und starte.

Auf dem Weg komme ich an meinem neuen „Lieblingsplatz“ vorbei und bin dankbar für diese Erfahrung. Mit einem lächeln geht es weiter. In Gedanken freue ich mich auf das Essen später. Nudeln, Sahnesoße, Käse, sowas in der Art.

Auf der Route entdecke ich ein Pferd, es sieht tatsächlich aus, wie das von Pippi Langstrumpf. Aber ich bin zu erledigt um umzukehren und ein Bild zu machen. Und das will was heißen. Meine Füße brennen.

In Trollhättan angekommen bin ich überrascht. Eine große Stadt. Viel Verkehr und ich bin kurz verunsichert ob ich mir da das richtige Ziel ausgesucht habe. Aber bisher hat alles wunderbar geklappt, somit vertraue ich erneut meinem Bauchgefühl.

Dann wird es wieder mehr grün, weniger Leute, es geht an Wasserkanälen vorbei, an einer kleinen Schrebergarten Siedlung. Und um die Ecke hoch, plötzlich ein riesiger Parkplatz. Extra Buchten mit Holzbalken für Wohnmobile. Erster Eindruck sehr schick!

Ich parke ein, atme durch und melde mich bei meiner Familie.

Nach einer kurzen Erkundungsrunde (sehr kurz 😉 ) habe ich großen Hunger. Aber je länger der Weg wurde umso weniger Lust hatte ich auf kochen. Somit schließe ich den Wahnsinns Tag mit einer Portion Ravioli ab.

Heute spielt auch Deutschland bei der EM. Aber 21 Uhr… Das schaffe ich wohl eher nicht. Und so ist es dann auch. Ich falle später mit Lichtgeschwindigkeit ins Traumland.

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Abenteuer Schweden 22.06.2021

Dienstag 22.06.2021

Tagesziel Nationalpark Tiveden

80 km

Erst um 10:30 Uhr fahre ich los. Tagesziel soll der Nationalpark Tiveden sein. Mit etwa 80 km eine überschaubare Strecke.

Über die Park4Night App habe ich einen einsamen Stellplatz ausgesucht. Hier würde ich gerne frei stehen und mal sehen wie das so ist. 

Koordinaten eingegeben und nur weniges km vom Park entfernt finde ich den Platz. Niemand sonst steht dort. Es ist eine kleine Einfahrt / Einbuchtung. Der See ist direkt gegenüber, einmal über die Straße. Platz ist eigentlich genug und ich kann mich noch hinstellen wie ich mag, aber mein Bauchgefühl ist nicht überzeugt. Ich erinnere mich, kurz vorher bin ich an einem kleinen Picknick Platz vorbeigefahren. Da will ich mal hin, sicher wird dort das übernachten auch nicht erlaubt sein, aber dann suche ich mir etwas passendes. Denn hier ist es zwar nicht verboten, aber ich fühle mich eben nicht direkt wohl. Also umdrehen und hoffen.

Für einen Rundgang durch den Nationalpark ist eh sowieso schon zu spät, also habe ich keinen Streß und suche entspannt nach einem geeigneten Stellplatz.

Nur wenige Meter weiter dann dieser grandiose Platz direkt am See. Eine kleine Feuerstelle, Bänke und ein Tisch, ein Steg und dieser Ausblick! Dann die Entdeckung, es ist hier gestattet eine Nacht stehen zu bleiben. Perfekt!!!

Sorgsam wähle ich meine Parkposition und komme langsam an. Ja hier werde ich über Nacht bleiben und diese Stimmung ganz bewußt erleben und genießen. Als Bonus mache ich noch ein kleines Lagerfeuer und grille meine Würstchen, denn das stand auch auf meiner Wunschliste. Also es ist wirklich ein perfekter Tag! Dazu noch mein alkoholfreies Getränk und die Stille. Es fällt mir schwer das alles in passende Worte zu kleiden. Mir wird bewußt, wie wertvoll dieser Augenblick ist, wie dankbar ich sein kann, das erleben zu dürfen. 

Satt und zufrieden sitze ich am Tisch und arbeite ein wenig am Tablet während ich diese Aussicht einfach nur wundervoll finde. Daily liegt an meinen Füssen und schnarcht. Die Vögel zwitschern und der Wind läßt die Blätter leicht beruhigend rauschen. Wo kann man bitte jetzt die Zeit anhalten!!!

Nach einer kleinen Abendrunde mache ich so langsam alles sicher und lege mich entspannt hin. Das eine Heckfenster ist noch offen und ich liebe es den Blättern im Wind zuzuschauen. Aber irgendwann siegt die Müdigkeit und ich mache mich auf ins Traumland. Vielleicht wache ich morgen mit Gesichtskrämpfen vom Dauergrinsen auf!

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