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Abenteuer Schweden / Norwegen 21.07.2021

Nach einer weiteren entspannten Nacht starte ich mit einem Kaffee und Blick auf das Wasser in den Tag. Schnell ist alles reisefertig und das Tagesziel ist die Atlantikstraße. Das Wetter ist perfekt und wenn es so bleibt, dann kann ich dort auch die Drohne starten. So motiviert fülle ich noch Frischwasser nach und Straße um 10 Uhr in Richtung Atlantikstraße. Gute 130 km, also Etwa 3 Stunden Fahrt liegen nun vor mir.

Hin und wieder halte ich an schönen Stellen an und mache ein paar Bilder. Aber ich muss mich zügeln, sonst werde ich nie ankommen… 

Erneut geht es mit der Fähre weiter und ich steige dieses Mal sogar aus und begebe mich auf Deck. Der Wind, die Aussicht, ich grinse nur noch. Ich werde mit jeder weiteren Fahrt mit einer Fähre sicherer und verspüre auch heute keine Übelkeit. 

Dann bin ich auch schon an der Atlantikstraße. Ich parke an einem noch freien Platz und ziehe mich warm an. Inzwischen ist der Wind so stark, an die Drohne ist nicht zu denken. Also schnappe ich meinen Rucksack und gehe auf Entdeckungstour. Hinauf auf die kleinen Hügel und es ist ein toller Ausblick auf Teile der Atlantikstraße möglich. Ich versuche nun also so viele Bilder wie möglich zu machen. Wechsle auch mal den Standort und entscheide mich für eine Nacht hier auf dem Parkplatz. In der Hoffnung noch ein paar Bilder mit Sonnenuntergang zu machen, koche ich etwas (es gibt den Rest der Lammspieße und nochmal Bratkartoffel), dann warte ich ab und wärme mich im Blacky auf.

Jedoch ziehen immer mehr Wolken auf, dazu noch etwas Regen und Bilder im Sonnenuntergang bleiben nur ein Traum. Aber ich bin inzwischen müde und mache mich bettfertig. Mal sehen wie diese Nacht auf der Atlantikstraße so wird!

 

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Abenteuer Schweden / Norwegen 20.07.2021

Ich wache wieder einmal entspannt auf. Gestern wurde es zwar spät, weil es nicht so richtig dunkel wurde… Ich habe da total die Zeit aus den Augen verloren! Leider hat es den ganzen Tag geregnet, es war kalt, windig und grau. Da war an eine Wanderung nicht zu denken! So wurden also wieder ein paar Reiseberichte fertig!

Gemütlich mache ich mich nun also fertig und fülle noch Frischwasser auf, lasse mein Grauwasser ab und leere meine WC Kassette. Danach starte ich also gegen 10 Uhr in Richtung Alesund. Knappe 90 km liegen vor mir, auf dieser Reise eine eher kurze Strecke. Dabei werde ich aber auch die Fähre nutzen. Ich bin gespannt. Als ich den Campingplatz hinter mir gelassen habe, hoffe ich nur noch auf freie Brücken, also bitte keinen Gegenverkehr!

Ich atme auf als ich alle Brücken hinter mir habe. Das ist schon (für mich) speziell. Nach wie vor wird es mir leicht mulmig, wenn ich über so hohe und enge Brücken fahre. Aber es wird immer besser…

Am Parkplatz zur Überfahrt mit der Fähre bin ich ganz vorne an der Reihe. Perfekt, dann schaue ich wieder nach vorne raus. Nur zur Sicherheit nehme ich eine der kleinen Reisetabletten. Ich will es ja nicht rausfordern! Nur 15 Minuten später darf ich auf die Fähre fahren. Ok da geht mein Plan wohl nicht ganz auf, ich stehe ganz vorne, aber die Rampe ist geschlossen, ich Blicke nur auf Stahl. Ich bin positiv gestimmt und mache mir keine Sorgen. Der Mann neben mir steigt aus, kommt zum Fenster und spricht mich an. Ein deutscher, der in Norwegen lebt und arbeitet. Wir unterhalten uns ganz zwanglos. Ich sitze weiterhin im Auto. Er will seine Familie in Deutschland besuchen, wir sprechen über Corona und mitten im Gespräch schaue ich an ihm vorbei und entdecke durch eine Öffnung das Wasser. Wir fahren bereits und ich bemerke keinerlei Unwohlsein. Prima! Als er dann nach oben auf das Schiff verschwindet widme ich mich meiner Route. Und ehe ich noch meinen Reiseführer zur Hand nehmen will sind wir auch schon angekommen. Knapp 30 Minuten hat die Überfahrt gedauert. 

 

Den Stellplatz finde ich leicht und ergattere den vorletzten Platz. Dazu noch direkt am Wasser. Was für ein Glück! Am Parkautomaten wähle ich dann 24 Stunden, bekomme einen Beleg und wundere mich. Der sieht so gar nicht nach einem Parkschein aus?! Am Blacky frage ich dann meinen Stellplatz Nachbarn ob er auch so einen Beleg hat. Er klärt mich auf, der vordere Parkautomat gilt nur für die PKW. Der Automat für die Wohnmobile ist ganz hinten am anderen Ende. Er hat den gleichen Fehler gemacht, 24 Stunden bezahlt für 250 NOK und hat dann am Automat hinten für die Wohnmobile eine weitere Stunde für 25 NOK gezogen. So kommt er auf die regulären 275 NOK für 24 Stunden. Aha…..

Noch während meinem Gang zum Automaten spekuliere ich, ob ich es ihm nachmachen soll, aber mir geht diese Quittung einfach nicht aus dem Kopf. Also zurück zum Blacky, am Handy dann den Übersetzer genutzt und nun wird klar, der Vorgang wurde aus irgendeinem Grund abgebrochen. Ich habe also gar keinen falschen Parkschein gedruckt! Ja ich habe schon Glück. Also entspannt zum hinteren Automat, 275 NOK zahlen, korrekten Schein hinter die Windschutzscheibe und ankommen. 

Noch während ich alle Türen öffne, den Ausblick genieße und mein Stromkabel auspacke spricht mich ein älterer Herr an. Erst verstehe ich nicht richtig, dann wird klar, dieses Ehepaar war heute früh ebenfalls noch auf der Insel Runde, auch auf dem Campingplatz. Und als ich mein Grauwasser ablassen wollte, hat er mit seiner WC Kassette gewartet. So klein kann die Welt, bzw. Norwegen sein. Seine Frau meint noch, wir haben wirklich Glück mit dem Platz, denn auch sie haben den letzten Platz ergattert. 

Ich lege also mein Stromkabel parat, suche meine Adapter heraus und bekomme einfach keinen Strom. Ich vermute einen defekten Adapter, stecke um und spekuliere, will dann alles zusammen packen. Erst mein freundlicher Nachbar winkt mich zum Stromkasten. Ich soll es erneut probieren, eine Sicherung war das Problem. Und tatsächlich, nun klappt alles. Wieder etwas gelernt. 

Das schöne Wetter möchte ich ausnutzen und packe meinen Rucksack und laufe mal in die Stadt. In nicht mal 5 Minuten bin ich im belebten Hafenbereich. Beobachte die Schiffe, gehe im Schwarm der Touristen fast unter und muss erstmal etwas essen. Vielleicht einen Dürüm? Ja das ist nicht norwegisch, aber da hätte ich gerade Lust drauf. Ein paar Ecken weiter entdecke ich dann einen Laden der Pizza und Döner & Co. anbietet. Ich trete ein, überfliege die oben angebrachte Leuchttafel mit den Speisen und Preisen und die Lust auf Dürüm verfliegt schlagartig als ich den Preis entdecke. 120 NOK, also 12 Euro für einen Dürüm… 

Ich verlassen den Laden und schlendere wieder zurück. Direkt am Rathaus entdecke ich ein kleines Café. Der Aussenbereich liegt noch in der Sonne und ich bestelle mir im Café eine Art Zimtschnecke und einen Cappuchino. Beides genieße ich draußen in der Sonne und bin einfach nur glücklich.

Unschlüssig bemühe ich Google Maps und schau mir die Gegend an. Da gibt es also einen kleinen Stadtpark. Ok, das ist mein Ziel. Schon ein paar Straßen weiter ist nichts mehr von dem Touristentreiben zu spüren. Es geht durch eine Wohngegend und etwas den Berg hinauf. Dann bin ich schon am Park und bereue den Aufstieg in keiner Weise. Von ganz oben bietet sich ein grandioser Blick. Auch hier halte ich inne und schließe diese Dankbarkeit tief in mein Herz ein. 

Ein paar Bilder später und jetzt meldet sich auch wieder mein Magen. Ich wandere also entspannt zurück nach unten, plane einen kleinen Einkauf und freue mich auf ein leckeres essen.  Ein kleiner Supermarkt liegt auf dem Weg. Neugierig erkunde ich die Regale und bleibe an gewürzten Fleischspießen stehen. Ich entscheide mich für Lamm. Wird schon schmecken!

So laufe ich also zurück zum Stellplatz. An einem Laden hängen Pullover und Jacken, aber da ich kein Shopping Fan bin ist das eher uninteressant. Bis ich dann doch eine schicke Jacke entdecke. Orange und grau, Scandinavian Explorer, ja das passt doch wunderbar für mich! Also nehme ich die Jacke mit rein, entledige mich meiner Schichten und probiere sie an. Nach etwas hin und her entscheide ich sie zu kaufen.

 Dann aber los zum Stellplatz. Es gibt Bratkartoffel und die Lammspieße. Hmmm dieser Duft, diese Aussicht. Es schmeckt sehr, sehr lecker und so geht mir dann die Büroarbeit leicht von der Hand. 

Etwas später, leider habe ich so gar keinen zeitlichen Überblick, stelle ich noch mein Stativ auf und will ein Zeitraffervideo vom Sonnenuntergang machen. Ich erwische mich hier in Norwegen oft noch spät am Tablet oder über meinen Reiseführern, die Helligkeit hat meinen ganzen Rhythmus verändert. Aber das ist in Ordnung. Denn trotz aller Umstellung schlafe ich hier fast immer tief und fest. 

So mache ich mich nach meiner Videosequenz bettfertig und bin dann irgendwann im Traumland.

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Abenteuer Schweden / Norwegen 19.07.2021

Diese Reise ist in vielerlei Hinsicht ein großartiges Geschenk. All die kleinen Abenteuer und Herausforderungen machen mich mutiger und stärken mein Selbstbewußtsein. Zudem komme ich beim fotografieren auf meine Kosten. Diese wunderbaren Landschaften. Ich genieße jeden Klick auf den Auslöser und staune über meine kleine „Norwegen-Bilder-Schatzkiste“.

Mit meinen Bilder möchte ich natürlich meine Sicht auf Norwegen zeigen. Und Möglichkeiten habe ich hier mehr als genug. So landen einige der Bilder hier auf meinem Blog, meiner Seite. Dazu noch meine Reiseberichte.

Bei meiner Rückkehr geht die Arbeit dann erst richtig los. Die Bilder werden sortiert, bekommen einen englischen Titel und englische Schlüsselworte. Somit sind sie bereit für die Reise in die große Welt der Stockbilder. Hin und wieder finde ich dann im Netz meine verkauften Bilder und sehe, was daraus gemacht wurde.

Zusätzlich gibt es eine weitere Auswahl. Hier liegt der Fokus allerdings auf etwas anderem. Welche Art von Bild will sich jemand an die Wand hängen, egal ob als Poster, Acrybild oder Leinwand. Sicher werden viele der Bilder mit Sprüchen versehen. 

Ich hoffe ich komme auch irgendwann dazu, einen Download Bereich in meinem Shop einzurichten. Manchmal hat der Tag einfach zu wenig Stunden.

Aber ganz egal wie meine Bilder dann genutzt werden, es ist mir immer eine große Freude! 

Und als Bonus gewährt mir Norwegen noch etwas besonderes. Die viele stille Zeit und die Verbindung zur Natur sind ebenfalls ein Motor meiner Kreativität im Bezug auf das Schreiben. Ein Buch werde ich auf dieser Reise sicher nicht schreiben können, aber zu meinen Reisenotizen gibt es immer mal wieder neue Impulse für meine kommenden Bücher.

Es ist also tatsächlich eine Kreativ Tour, die ich in vollen Zügen nutze und genieße.

Und wer jetzt neugierig geworden ist, der darf sich gern auf meinen anderen Seiten und Projekten umsehen.

Ich widme mich nun also noch meinen Berichten und Bildern, ergänze noch einige Reisenotizen und genieße, trotz des schlechten Wetters, diesen „Ruhetag“.

Morgen will ich nach Alesund und insgeheim hoffe ich auf meiner Route auf freie Brücken 😉

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Abenteuer Schweden / Norwegen 18.07.2021

Die Nacht war eher durchwachsen. Eine Mischung aus Hitzewallungen und frieren hat mir einen Tiefschlaf verwehrt. Aber es hilft nix. Das Tagesziel, die Insel Runde, ruft. So starte ich nach einem schnellen Kaffee um 7:50 Uhr von Lillehammer.

Auf dieser Route gibt es deutlich mehr lohnende Fotomotive. Mit jedem weiteren km wird aber auch das Wetter schlechter. Viele graue Wolken, zwischendurch regnet es. Viel, sehr viel Wind. Dennoch nutze ich einige Möglichkeiten zum fotografieren. Irgendwann wird es aber einfach zu ungemütlich und ich fahre weiter.

Als ich dann nicht Richtung Trondheim fahre, sondern Richtung Alesund wird es landschaftlich gesehen sehr schön und äußerst abwechslungsreich. Aber das Wetter wird einfach nicht besser. Ein paar Bilder konnte ich machen, das muss eben reichen. Kurios sind die vielen dunklen Tunnel durch die es geht. Teilweise sehr grob in den Berg / Fels gehauen. Ohne viele Lichtquellen ist es irgendwie gruselig da durchzufahren. Viel Platz gibt es auch nicht. Ein Tunnel geht sogar recht lange bergab, da wird es mir schon mulmig. Aber es geht alles gut und immer wenn sich meine Augen wieder an die Helligkeit gewöhnt haben, nähere ich mich km um km zum Tagesziel Insel Runde. Etwas schade nur, dass das Wetter so schlecht ist. Ich hoffe, ich kann wenigstens am nächsten Tag ein paar Papageientaucher erwischen. 

Weiter begleitet von Regen, grauem Himmel und Nebel überquere ich dann die erste Brücke, die die ganzen Inseln verbindet. Schon der Weg davor war schmal mit nur einigen wenigen breiteren Stellen zum anhalten um den Gegenverkehr durchzulassen. Aber diese Brücke… Und dann geht es auch noch so steil hinauf, dass der Gegenverkehr nicht zu sehen ist. Ich hoffe nur, es kommt mir niemand entgegen und wenn, dann bitte ein PKW der leicht rückwärts fahren kann. Aber diese Sorgen sind umsonst. Über alle Brücken fahre ich leicht angespannt, aber ohne Gegenverkehr rüber. Meine GoPro läuft und ich hoffe, das kann man alles gut erkennen auf den Bildern und den Videos. Es ist einfach schwer zu erklären, aber ein Wort trifft es schon: „Abenteuerlich“.

Am Campingplatz angekommen parke ich erstmal und melde mich an. Die Nacht kostet 235 NOK inkl. Strom. Es sind sehr nette Betreiber und nach ein paar Worten auf englisch sprechen beide dann deutsch als ich meine Handynummer notiere mit der deutschen Ländervorwahl. Die Chefin gibt mir einen Plan der Insel mit und schreibt noch Zeiten auf, an denen die Papageientaucher am besten zu sehen sind. Zwischen 19 und 23 Uhr, dazu noch die Markierung welchen Weg ich nehmen soll und wie lange dieser dauert. Ich bedanke mich, sage noch wie gut ihr deutsch ist und begleite den Chef zum Platz. Er bietet mir einen Platz direkt am Wasser an. Wunderbar! Jeder Platz hat noch ein Set aus Tisch und Bänken. Stromanschluss direkt in meiner Nähe. Ich bin begeistert.

Nachdem ich passend stehe, am Strom angeschlossen bin und lange genug den Ausblick genossen habe, koche ich mir was leckeres. Die letzte Packung Steak und Bratkartoffeln mit den schwedischen Kartoffeln. 

Als es herrlich duftet und ich mich an den Tisch setze öffnet sich die Wolkendecke. Ein paar Sonnenstrahlen kämpfen sich durch. Soll ich also heute noch hoch? 

Es ist kurz vor 18 Uhr. Spontan packe ich meine Bauchtasche, checke die Akkus meiner Kameras und ziehe mich warm an. Während  ich loslaufe rufe ich meine Mama über WhatsApp an. So genial sich sehen zu können und auch zeigen zu können wo ich gerade bin. Zwanglos plaudern wir so dahin und ich laufe den vielen anderen Touristen hinterher. Und um die Ecke geht es dann nach oben. Und wenn ich oben sage, dann meine ich hoch oben….

Ein ganzes Stück habe ich noch das Handy in der Hand, berichte von den Tunneln und den Brücken. Um Atem zu sparen verabreden wir uns für später. Dann kämpfe ich mich nach oben. Hin und wieder entdecke ich interessante Fotomotive und bekomme so genug Atempausen.

Jeder Schritt nach oben bringt mich nicht nur näher zum Ziel, mit jedem Schritt verbessert sich auch das Wetter. Ich bin so gespannt ob es anhält und ich Glück habe. Oben angekommen dann der Blick runter entlang der Klippe. Oha eigentlich nix für mich. Aber ein paar Meter weiter kann ich mich in eine Mulde setzen, am Felsen anlehnen mit Blick auf die Klippen an denen unzählige Papageientaucher umherfliegen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Fotografisch gesehen eine Katastrophe weil kein Flug vorhersehbar ist und sie schnell und wendig die Richtung wechseln und manchmal landen und dann auch wieder nicht. Aber ich habe Zeit und eine professionelle Ausrüstung. So verharre ich mit voller Konzentration auf die Klippen bis ich von einem Schaf direkt neben mir erschreckt werde. Es blökt mir fast ins Ohr, wer rechnet denn mit sowas. Nachdem ich einige gute Bilder gemacht habe stehe ich auf und laufe weiter an den Klippen entlang. Mit jedem Wechsel wird es besser. Jetzt habe ich auch viele andere Perspektiven von sitzenden, fliegenden und landenden Papageientauchern. Der starke Wind hat mich dazu gebracht eine Mütze aufzusetzen. Die Kapuze vom Pulli drüber zu stülpen und am Ende noch die Kapuze meiner Jacke darüber. So eingepackt sitze ich still im Windrauschen. Genieße die Sonnenstrahlen, Blick auf das Wasser, beobachte das Schauspiel und habe Tränen in den Augen. Ein Moment voller Frieden und voller Glück. Schlagartig wird mir bewußt, was das hier für ein Luxus ist. Ich bin voller Dankbarkeit. Mein Mann und meine Eltern haben mich bei meinem Traum, meinem Abenteuer unterstützt. Auch wenn sich alle um mich sorgen, so gewähren sie mir diese besondere Freiheit. Ich bin der reichste Mensch auf Erden!

Die Sonne wandert weiter, so mache auch ich mich wieder auf den Rückweg. Auch hier bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und erwische noch Raubmöwen. So nah und so elegant. Es war die richtige Entscheidung noch hoch zu gehen!

Langsam steige ich also wieder runter in Richtung Campingplatz und merke wie zufrieden ich bin. Aller Unmut und negative Gedanken sind verschwunden. Wo ich ein Problem sah ist nun nur noch ein neutrales Gefühl. Ich bin befreit und voller Energie. Noch so müde vor einigen Stunden und jetzt brenne ich darauf meine Bilder zu sichern und zu sichten. Gleichzeitig möchte ich auch alles niederschreiben.

Noch auf dem Rückweg spreche ich im Videochat mit meiner Mama und meinem Mann. Begeistert berichte ich und wir unterhalten uns noch lange als ich bereits im Blacky bin. Auch wenn uns heute 2.400 km trennen, so sind wir uns doch ganz nah.

Mit einer frischen Kanne Tee mache ich mich an die Bilder. Oh ich bin begeistert, aber mehr als sichten und sichern ist nicht mehr drin. Irgendwann höre ich auf meinen Körper und mache mich bettfertig und bin im Nu im Traumland. 

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Abenteuer Schweden / Norwegen 17.07.2021

Eine entspannte Nacht liegt hinter mir. Mit einer Tasse Kaffee und bestem Wetter studiere ich die Karten und entscheide mich gegen einen Besuch von Oslo und für einen Stellplatz in Lillehammer. Direkt an der Schanze soll es einen tollen Ausblick geben und naja mir sagt das alles zu. Also liegen heute knapp 300 km vor mir. Das ist überschaubar.

Gemütlich mache ich sauber, verstaue Reiseführer und Kamera und warte auf die Dame zum zahlen. Dann kann ich auch gleich mal meine Windschutzscheibereinigen. So vergeht die Zeit und das nette Ehepaar ist ebenfalls in Aufbruchstimmung. Ob ich noch was gehört hätte fragt mich der Mann. Als ich verneine planen die zwei die Weiterfahrt. Kurz überlege ich es ebenfalls zu tun, kann mich aber nicht überwinden. Also rufe ich nochmal die Nummer an und sie hat mich schlicht vergessen. Sie will die Nachbarin zum kassieren schicken. Da ich bereits reisefertig bin, rufe ich 10 Minuten später erneut an. Die SMS von ihr habe ich nicht erhalten, also erklärt sie mir, es war ihre Schuld und die Nacht ist somit gratis. Was für ein Start in Norwegen! Ich weiß nicht wie oft ich mich bedankt habe und die Worte „Really great“ fielen.

 

Noch kurz checken ob alle Fester zu sind, dann geht es um 11 Uhr auch schon los. Ich fahre u.a. die E 6 entlang. Fotostops gibt es auf dieser Route eher weniger. Man muss ja auch nichts erzwingen, ich habe das Gefühl, die nächsten Tage kann ich mehr Bilder machen als mir lieb ist.

Um kurz nach 16 Uhr erreiche ich Lillehammer, quäle Blacky den steilen Berg hoch zur Schanze und wähle einen Stellplatz. Am Automat zahle ich bis 10 Uhr des nächsten Tages. Wahlweise kann man hier gleich 24 Stunden für 120 NOK parken oder eben stundenweise parken und zahlen. Natürlich gib es hier keine Ver- oder Entsorgung, dafür entschädigt aber der Ausblick. Da die Parkflächen terrassenförmig aufgebaut sind, haben alle diesen tollen Ausblick.

Heute ist mir nicht nach großartig kochen, somit gibt es Linsen aus der Dose. Schnell und lecker. 

Nebenbei schaue ich mir die Karte auf Google Maps an und entdecke nur 700 m weiter einen Wasserfall. Ja keine Frage, da muss ich hin! Also Rucksack packen und los. Ja 700 m sind echt nicht viel, aber die Steigung macht es mir nicht leicht. Was mache ich hier eigentlich? Diese Frage beantwortet sich selbst, als ich am Wasserfall angekommen bin. Einfach genial. Ein paar Wanderer kreuzen meinen Weg, selbst aber auch noch zu wandern kommt nicht in Frage. Es ist zu spät und ich bin zu müde! Somit mache ich weiter Bilder, auch ein paar Langzeitbelichtungen und bin mehr als zufrieden. So mache ich mich dann wieder auf den Rückweg und habe beim späteren sichern und sichten der Bilder ein breites Grinsen im Gesicht. Dieser Aufstieg hat sich gelohnt.

Morgen will ich bis zur Insel Runde fahren. Gute 6 Stunden Fahrt werden das. Also gehe ich früh ins Bett.

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Abenteuer Schweden / Norwegen 16.07.2021

Bevor ich heute starte widme ich mich dem Wasser Problem. Denn als ich meine Zähne putzen will und nicht das Flaschenwasser wie zuvor nutze, zieht es mir in meinem Mund alles zusammen! Am Stellplatz kann ich zum Service Platz fahren und u.a. mein Grauwasser ablassen. Gleichzeitig öffne ich meine Leitungen und leere den Wassertank. Nebenan gibt es ein kleines Häuschen. Mit meinem Code auf der Anmeldung kann ich die Türe öffnen. Dort mein WC entleeren und einen Wasserschlauch abrollen.

Perfekt, denn damit spüle ich meinen Tank aus. Lasse das Wasser wieder ab und fülle dann erst wieder auf. Ein kurzer Test, das Wasser ist wieder in Ordnung. Erneut eine Herausforderung die ich gemeistert habe, ganz in meiner eigenen Art. Ich bin stolz auf mich. So kann ich also meinen Weg fortsetzen und  habe die norwegische Grenze als Tagesziel. Knapp 500 km liegen vor mir zu einem legalen Grenzübergang mit Teststation. Dort kann ich mich bis 15.30 Uhr testen lassen. Wird knapp, aber ich schaffe das.

Ohne Hund verzichte ich auf viele Pausen und will einfach nur über die Grenze. Auch schöne Foto Spots lasse ich ausser Acht, denn ich will keine Zeit verlieren und zu spät an der Grenze sein. So lasse ich km um km hinter mir. Nur noch 10 km und ich komme 45 Minuten vor Schluß an. Passt! Aber Google führt mich zum ersten Mal seltsam zum Ziel. Denn durch einen verwachsenen Waldweg fahre ich wirklich nicht! Entgegenkommende Fahrzeuge mit norwegischem Kennzeichen machen mir Hoffnung. Aber ein ums andere Mal soll ich abbiegen, verweigere es aber aufgrund des Zustandes der „Straße“ und bin dann schlicht zu spät dran. Es lohnt nicht krampfhaft diesen Grenzübergang zu suchen, denn getestet werde ich dort nicht mehr.

Also Plan B. Parken, orientieren und einen anderen Übergang suchen. Nochmal 70 km, das ist gleichzeitig auch zu weit von meinem ersten geplanten Stellplatz, aber so ist es nunmal. Also los. Dort wird wenigsten rund um die Uhr getestet! Um 16:30 Uhr erreiche ich die Grenze. Es ist kaum etwas los. Nur zwei Fahrzeuge vor mir. Die nette Dame fragt mich wohin ich reisen will und warum, prüft meinen Ausweis und wünscht mir eine gute Fahrt. Keine Kontrolle, keine Frage nach meinem Test und auch kein weiterer Test. Ich bin verblüfft! Aber ich bin jetzt tatsächlich in Norwegen!!!

Bei der nächsten Gelegenheit fahre ich rechts ran. Suche über die Park4Night App einen Stellplatz für die Nacht. Ungefähr 15 km entfernt ein toller Platz, der gefällt mir und ich freue mich gleich endlich entspannen zu können!

Google führt mich über ein paar Kreisverkehre und plötzlich fahre ich wieder in die Richtung von der ich kam. Äh aha wo lande ich denn jetzt? Da ich weder wenden kann noch einen Plan C habe bleibt mir nur abzuwarten was mich jetzt erwartet. Dann erblicke ich auch schon die Grenze. Insgeheim hoffe ich, es ist nicht wieder der Weg nach Schweden?!? Hier warte ich etwas länger. An der Seite wird ein Reisebus kontrolliert. Deutlich mehr Grenzpolizei zu sehen als vorhin. Auch hier werde ich freundlich gefragt wohin ich will und warum. Erst keine Frage nach meinem Test. Als ich verneine geimpft zu sein dann doch ein halbherziger Blick auf mein Handy mit dem Testergebnis. Der Grenzbeamte spricht kurz mit einer Kollegin, will noch wissen ob ich mich vorher angemeldet habe. Ich sage ja, aber er will den Ausdruck der Anmeldung überhaupt nicht sehen. Ich darf also weiter fahren. Nur wenige Meter weiter dann eine lange Autoschlange. Diese führt direkt zur Test Station. Ich parke, laufe mit einem Anmeldezettel ganz nach vorne zum Container. Als ich an der Reihe bin dann der Schnelltest. Ich soll zurück zum Auto, 30 Minuten warten. Höre ich von niemanden etwas darf ich einfach weiter fahren. Aha…. So mache ich es auch und warte in der prallen Sonne die 30 Minuten ab. Ich halte meine Familie auf dem laufenden, denn nun verzögert sich alles und will einfach nur noch weiter.

Dann sind endlich die 30 Minuten vorbei. Ich fahre weiter und bin begeistert als ich den Stellplatz erreiche. Niemand ist da zum kassieren, kein Automat also rufe ich die Nummer an. Eine nette Dame meint ich darf mich ruhig irgendwo hinstellen, sie kommt morgen zum kassieren. Prima also stelle ich mich hin, atme durch und genieße erstmal die Aussicht. Ich bin ganz alleine, aber ich habe kein mulmiges Gefühl. In Sichtweite sind Wohnhäuser und ich höre einen Hund bellen. 

Zum essen gibt es heute Maultaschen mit Ei und als ich fertig gegessen und gespült habe fährt ein weiterer Camper ein. Ein älteres Ehepaar und somit bin ich nun nicht mehr allein. Die Fahrt steck mir in den Knochen, aber nun bin ich endlich in Norwegen angekommen. Was für ein Akt! 

Ich lege mich früh hin, genieße den Ausblick und schlummere irgendwann mit meinem Hörbuch auf den Ohren ein.

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Abenteuer Schweden / Norwegen 15.07.2021

Es ist Donnerstag früh am Morgen und ich überlege hier am Parkplatz vom Stellplatz einen Schnelltest machen zu lassen. Theoretisch könnte ich es dann innerhalb 24 Stunden schaffen fristgerecht nach Norwegen einzureisen. Aber als ich zum Zelt komme sehe ich, die sind erst wieder ab 13 Uhr da. Spontan entscheide ich mich also für eine Weiterfahrt. Das Problem mit dem Wasser will ich dann auch später lösen. 

Ich starte also um kurz nach 10 Uhr vom Stellplatz und mache mich auf zum Tagesziel Malmö in Schweden. Es soll wieder der mir bekannte Stellplatz mit Blick auf die Öresundbrücke werden. Satte 600 km liegen vor mir. 

Vor lauter Planungen wo ich mich testen lassen kann, wie weit ich fahren will usw. hätte ich fast vergessen zu tanken! Aber direkt auf meiner Route entdecke ich eine Tankstelle. Dann geht´s auch schon weiter, lediglich kurz vor Dänemark halte ich noch um Wasser zu kaufen und halte noch an einer Apotheke für Reisetabletten. Vielleicht fahre ich doch direkt mit der Fähre zu den Lofoten. Ich will einfach vorbereitet sein!

Es geht zum Glück wieder sehr gut und vor allem unfallfrei voran und ich bin an der Storebaelt Brücke schon geübt. Karte, Schranke offen und los. Bei der Öresundbrücke kann ich entspannt in der grünen Spur durchfahren. Ich habe mir den BroPass gegönnt und fahre nun zum halben Preis durch. Und vor allem wird mein Kennzeichen automatisch erkannt. 

Ernüchtert stell ich fest, weder die dänische noch die schwedische Kontrolle verlangt meinen Test. Kann man, muss man aber nicht verstehen. Jedenfalls komme ich ohne weitere Kontrolle durch und fahre direkt zu einem „Drive-In-Testcenter“ in Malmö. Die haben bis 19 Uhr offen. 

Auch hier Bürocontainer die zur Registration und etwas weiter hinten am Parkplatz auch als Teststation genutzt werden. Es geht sehr langsam voran. 2 Mitarbeiter kümmern sich um die Registrierung. Der eine für die Autos am Drive In und der anderen um die Laufkundschaft, so wie mich. Sauber kann man ja immer unterschiedlich definieren. Aber ich mache mir so meine eigenen Gedanken als ich da in dem Container meine Angaben mache und für den Test 399 Kronen zahle. Also dann ab nach hinten zum anderen Container und dort den Test machen. Hier entdecke ich wieder einige der Mitarbeiter von vorne. Die laufen hin und her. Vorne allerdings ohne Maske, hier in voller Montur. Ich wundere mich nur noch!

Müde und etwas, nicht genervt aber stark verwundert, mache ich mich auf den Weg zu meinem Stellplatz. Um kurz nach 19 Uhr ergattere ich den letzten freien Platz ganz hinten und atme durch. Inzwischen habe ich auch die Email mit dem Ergebnis. Nun kann ich also morgen bis 18 Uhr in Norwegen einreisen!

Als Belohnung für die Wahnsinnsstrecke gibt es Steak mit Baguette. Einfach lecker. So gestärkt drehe ich noch eine Runde und erkunde den kleinen Hafen nebenan. Zufrieden mache ich mich bettfertig und schlafe in Rekordzeit ein.

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Abenteuer Norwegen / Schweden Anreise

Viel früher als erwartet ist es schon wieder Zeit für ein weiteres Abenteuer! Dieses mal geht es nach Norwegen und auf dem Rückweg durch Schweden. Erst sollte es im September losgehen, aber ob es da tatsächlich klappt mit der Einreise? Diese verrückte Pandemie…

Für die Planung der Route entscheide ich mich erneut für einen Reiseführer vom gleichen Verlag / Autor von dem für Schweden. So habe ich einen guten Überblick und kann meine ganz persönliche Route planen. Dazu natürlich wie immer etliche YouTube Videos.  

Dieses Abenteuer soll mindestens 3 Wochen dauern und ich spekuliere, ob ich meinen Wassertank vorher noch reinigen soll. Auch hier entscheide ich mich nach einigen Recherchen für die Reinigung mit Zitronensäure. Es klappt wunderbar, Wasser ablassen. Säure und Wasser in den Tank, etwas schrubben und einwirken lassen. Dann mit mehr Wasser auffüllen und durch die Hähne laufen lassen. Danach Tank leeren und frisch auffüllen. Also so kann ich gut vorbereitet starten.

Es geht am Mittwoch, 14.07.2021 um 10 Uhr los. Zum notwendigen Test brauche ich dieses Mal keinen Termin, also kann ich entspannt los. Meine Überraschung ist groß als ich am bekannten Parkplatz Hornbach in Nürnberg ankomme, dort eigentlich den Test machen möchte und es schlicht keine Teststation mehr gibt… Nun ist klar warum ich keinen Termin brauche. Super Information! Aber ich lasse mich nicht ärgern und frage Google nach einer anderen Teststation.  Nur 6 km weiter, schnelle Onlineanmeldung und los. Beim letzten Mal wollten Dänemark und Schweden einen Test der maximal 24 Stunden alt ist, inzwischen wurde diese Frist jedoch auf 8 Stunden erweitert. Das passt wunderbar. Nur für Norwegen muss ich mir was einfallen lassen. Die fordern einen maximal 24 Stunden alten Test und testen zudem nochmal an der Grenze. Weiterhin muss ich beachten, dass ich einen „legalen“ Grenzübergang wähle an dem auch eine Teststation ist. Vorab angemeldet habe ich mich ebenfalls. Diese Anmeldung darf auch nicht älter als 72 Stunden sein. 

Die 15 Minuten Wartezeit auf das Ergebnis nutze ich für einen spontanen Einkauf. Eigentlich will ich nur Brötchen mitnehmen und packe spontan noch Steaks mit ein. Dann habe ich auch schon mein Ergebnis und starte Richtung Südsee Camp. Genau wie beim letzten Abenteuer Schweden.

Um 20.10 Uhr komme ich dann am Stellplatz an. Müde aber glücklich über die unfallfreie Fahrt hole ich mir mein Ticket am Automat, melde mich über den QR Code an und freue mich auf einen Kaffee… Dann die Ernüchterung. Irgendwas stimmt da nicht. Ich koche Wasser ab und fülle es in meine Tasse und es flockt alles so auf. Seltsam und nach einem zweiten Versuch wird mir klar, die Reinigungsaktion war wohl nicht korrekt von mir gemacht!!! Es ist noch Zitronensäure im Tank und das schmeckt man auch.

Also nicht aufregen, Wasser aus der Flasche abkochen, Kaffee genießen und das „Problem“ auf den nächsten Tag schieben. Heute bin ich zu müde dafür. Die Kraft reicht noch für ein schnelles Abendessen und dann ab ins Traumland!  

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Google Standort Freigabe

Schon die Planung einer Reise macht Spaß. Informationen sind in der heutigen Zeit so einfach zu bekommen, dass man fast schon den Überblick verlieren kann. Man kann allerdings auch auf viele nützliche Tipps und Tricks stoßen. Wie es mir zum Beispiel bei der Vorbereitung zum Abenteuer Schweden gegangen ist.

Ursprünglich ging es mir um das tracken meiner Routen. So wollte ich später einfacher meine Reiseberichte schreiben und habe mich also auf die Suche gemacht. Dabei bin ich auf YouTube fündig geworden. Zwar nicht das was ich wollte, aber eine andere, sehr sinnvolle Funktion. Nämlich die Freigabe meines Google Standortes für bestimmte Personen.

In meinem Fall sollte die Freigabe für meine Familie gedacht sein. Und es war einfach perfekt! 

Somit konnte ich mit ein paar einfachen Klicks “verfolgt” werden. Die Freigabe habe ich direkt immer für 3 Tage aktiviert und im WhatsApp Familien Chat um eine kurze Erinnerung gebeten, sollte die Freigabe abgelaufen sein. Dann konnte ich erneut die Freigabe aktivieren und meine Familie hatte meine Bewegung immer live im Blick. Und das mit nur einem Klick auf den Link.

Mit dieser einfachen Lösung hatten wir alle ein Stück Sicherheit. Meine Familie wußte immer wo ich gerade bin und hätte bei einem längeren Stillstand und keiner Rückmeldung via WhatsApp oder ähnlichem schnell reagieren können. Und das machte mich auch etwas entspannter.

Diese Variante werde ich sicher bei all meinen Touren anwenden. Egal ob es nur durch Deutschland geht oder etwas weiter weg.

Hier also eine kurze Erklärung:

So wird der Standort bei Google Maps freigegeben

  • Google Maps-App für Android öffnen
  • Auf das Profilbild rechts oben in der Suchleiste klicken
  • Punkt “Standortfreigabe” auswählen
  • Hinweise durchlesen
  • Gewünschte Dauer der Freigabe auswählen (Standard ist 1 Stunde), möglich sind 15 Minuten bis 3 Tage. Alternativ wählt “Bis zur Deaktivierung” zur dauerhaften Freigabe.
  • Dann gewünschte Personen oder Apps zum Teilen auswählen wie Email, WhatsApp oder ähnliches
  • Schon erledigt!
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Abenteuer Schweden 27.06.2021

Sonntag 27.06.2021

Rüber auf die Nachbarinsel Öckerö – Tagesziel Malmö

300 km

Auch heute hat sich an der grauen Wolkendecke und dem Regen nichts geändert. So räume ich alles langsam auf, mache alles fahrbereit. Hier möchte ich allerdings noch Frischwasser auffüllen. Somit habe ich dann auf meiner Route zweimal den Tank gefüllt. 90 Liter stehen mir zur Verfügung, ich denke das ist ein guter Verbrauch. Also rolle ich den Schlauch auf merke aber beim aufdrehen, dass hier ein Art Verschluss vorhanden  ist. Ich kombiniere, es ist ein Schlauch, der nicht für die Frischwasserversorgung der Wohnmobile geeignet ist. Also alles wieder aufrollen… Ein paar Meter weiter noch mehr Schläuche. Dieses Mal öffne ich VORHER den Hahn und es funktioniert. Also erneut Schlauch abrollen und Blacky “betanken”. Nachdem wieder alles aufgeräumt ist fahre ich zur Station an der ich meine Toilette entsorgen kann. Habe ich also auch das erledigt. Gleich daneben ist ein großer Schlauch, der an eine fahrbare Wanne angeschlossen ist. Diese schiebe ich unter Blacky und kann somit auch mein Grauwasser entleeren. Müll noch am anderen Ende vom Platz entsorgen und los geht es nach Öckerö.

Wenige Minuten später fahre ich einen Küstenabschnitt an, den mir wieder mal Google empfohlen hat. Ich parke am Friedhof, die Küste sehe ich schon beim aussteigen. Der kleine Rundgang zeigt auch hier diese fantastische Felsenlandschaft, aber der Wind lädt nicht gerade zu langen Wanderungen ein.

Also steht dann das heutige Tagesziel fest. Es soll nach Malmö gehen. Ein Stellplatz mit Blick auf die Öresundbrücke. Vor uns liegen 300 km. Aber mit genügend Zeit und neuer Energie durch den gestrigen Ruhetag ist das leicht zu schaffen. Und schon geht es los.

Es geht sehr gut voran und auch wenn nun das Ende von meinem Abenteuer ansteht, bin ich mehr als glücklich. Meine Route führt mich durch die Stadt, aber auch der Verkehr streßt mich in keiner Weise. Irgendwann führt mich der Routenplaner durch eine Seitenstraße, dann sollen es noch 850 Meter sein. Aber plötzlich ist da eine Baustelle. Die Fahrspur ist für meine Richtung gesperrt, man kann mir nur entgegenkommen.

Die Straße ist nicht zu lange, aber normalerweise würde ich nun umdrehen und eine andere Zufahrt suchen. Kurz bleibe ich stehen. Überlege und es kommt kein Gegenverkehr. Soll ich nun umdrehen und mich mit der Suche streßen oder einfach die paar Meter durchfahren? Der neue mutige Teil in mir siegt, ich fahre los und bin kurz danach durchgefahren, kurz vor meinem eigentlichen Ziel und habe ja niemandem geschadet. Gleich denke ich an meinen Mann, der wäre jetzt stolz auf mich! 

Nun also nur noch am Park vorbei, rechts abbiegen und der Stellplatz ist schon in Sicht. Wie gedacht mit Blick auf die Brücke in vorderster Reihe. Ich ergattere noch einen freien Platz und suche die Möglichkeit am Automaten zu zahlen. Die Nacht kostet mich 200 Kronen (ungefähr 20 Euro), dafür habe ich Strom, sehr gutes Wlan, kann mein Grauwasser ablassen, könnte WC und Duschen nutzen und habe diesen tollen Ausblick.

Wir erkunden dann also den nahegelegenen Hafen, drehen um und erkunden noch die andere Richtung zum Park. Als Überraschung befindet sich direkt dahinter ein Hundeauslauf. Zur Hauptstraße hin ein großer Zaun. Ich bin begeistert und lasse Daily laufen. Als ich wieder zurück will, entdecke ich ganz hinten am Gelände eine Familie mit Kinderwagen, ohne Hund, die das Gelände überqueren. Nunja das sollte man eben bedenken, wenn man den Auslauf nutzen will. Daily hat hier keine Schwierigkeiten, aber wer will schon Ärger oder Diskussionen im Urlaub haben. 

Den kleinen Hügel nach oben, die Aussicht genießen und schon sind wir wieder am Stellplatz. 

Entspannt geht es an diesem letzten Tag zu. Nach etwas Recherche weiß ich nun, dass Deutschland und Schweden als grün eingestuft wurden, also von der Seite Dänemark, so kann ich ohne weiteren Test ausreisen.

An diesem letzten Tag nutze ich die Gelegenheit und mache ein paar Bilder vom Sonnenuntergang. Auch diese tolle Stimmung und Atmosphäre schließe ich in mein Innerstes und genieße dankbar mein schwedisches Lieblingsgetränk.