Lange vor dem Wecker wache ich auf. Schnell ist alles reisefertig gemacht und meinen Kaffee genieße ich unterwegs. So starte ich bereits um 5:15 Uhr vom Saltstraumen Camping in Richtung Bodo. Knappe 30 km. Da kann ich die Fähre um 7 sicher erwischen. Ich bin gespannt wie die Überfahrt wird. Denn es sind wohl knapp 3 Stunden und ich muss das Auto verlassen. Wir werden sehen… Der Platz ist so still und friedlich. Auch auf den Straßen ist kaum Verkehr und plötzlich sind da 3 Elche auf der Wiese neben der Straße. Warnblinker an, Fenster runter und bitte lächeln.

Alles liegt noch im Morgennebel und ich halte lediglich einmal an um zu fotografieren. Somit bin ich schon 40 Minuten später am Fähranleger. Fahre in die Spur und schalte den Motor ab. Da winkt ein Mitarbeiter und ich soll auf die Fähre. Oha jetzt bin ich schon um 6 Uhr mit dabei? Also keine Zeit für Aufregung oder sonstige Zweifel. Eingeparkt schnappe ich mir eine kleine Tasche und mache mich nach oben. Ich setze mich an einen Tisch nahe der Ausgabe für Essen und Trinken. Eine Weile beobachte ich die vielen hungrigen Touristen und bekomme dann auch irgendwann Hunger. Da mir bisher nicht übel wurde mache ich mich mutig auf und bestelle mir eine Waffel und einen Kaffee. Dazu greife ich noch in ein Körbchen und wähle den Honig. Am Tisch dann die Ernüchterung. Es ist Butter und kein Honig 😉 Ja so ist das… Ich wähle dann also die Marmelade aus dem Körbchen daneben. Ich genieße die Waffel, freue mich über mein Wohlbefinden und werde müde. Kurzerhand lege ich meinen Kopf auf meine Tasche und entspanne meine Augen. Ganze 30 Minuten habe ich geschlafen. Ist das zu glauben.

Und dann sind wir auch schon da. Wahnsinn, ich bin Fähre gefahren, nicht nur kurz 20 Minuten, sitzend in meinem Auto, nein eine Strecke von fast 3 Stunden. Ich bin begeistert!

Nur einmal abbiegen und den Berg hoch, da ist schon der Campingplatz Moskenes Camping. Am Vorabend hatte ich zwar schon eine Email zwecks einer Reservierung geschickt, aber das war wohl zu spät und heute bin ich so früh da. Aber ich habe Glück und bekomme einen Platz. Der Besitzer meint, um 12 Uhr ist Wechsel, wenn ich da direkt komme, kann ich einen Platz direkt am Wasser bekommen. Ja dann trinke ich mal in Ruhe einen Kaffee und gehe dann auf Entdeckungstour auf dem Platz. Die Plätze am Wasser sind ganz schön, aber dann entdecke ich oben am Berg auch Stellplätze. Ich laufe einfach mal hoch. Und diese Aussicht ist toll. Auch wenn vieles noch im Nebel liegt. Platz Nr. 80, das wäre mein Wunschplatz. Und als ich um 12 Uhr an der Rezeption bin kann ich problemlos tauschen, parke um und bin zufrieden. Ich bekomme sogar noch ein kleines Prospekt mit, da stehen alle Veranstalter die Aktivitäten, wie eine Seeadler Safari, anbieten und ich bekomme tatsächlich einen Termin! Schon am nächsten Tag!!!!  Da macht sich sogar die Sonne breit und ich entschließe mich spontan für eine kleine Wanderung im 3 km entfernten Ort und habe den Tinstiden als Ziel. Es soll eine beeindruckende Aussicht sein und ein höchst beliebtes Ziel. Das mache ich dann also noch heute. Prima, schnell sind meine Sachen verstaut und ich fahre los. Der Hauptansturm ist bereits vorbei, somit bekomme ich noch einen Parkplatz am Startpunkt. Ich nehme sogar meine Drohne mit, denn es ist endlich mal windstill. Der Aufstieg fängt direkt mal gut an. Über einen riesigen Felsen, aber ich bin ja inzwischen mutig und laufe einfach los. Direkt ein paar Schritte weiter dann der Blick auf einen Wasserfall. Wunderbares Licht, ich mache Bilder und lasse die Drohne steigen. 

Irgendwann geht es dann weiter und ich bin von dem satten grün und der Landschaft einfach nur begeistert. Doch dann endet der Pfad am See und ich befrage erneut Google. Laut einer Wanderbeschreibung soll es durch das Gras gehen und man soll bitte beachten, es sei schwer wenn es Naß ist und die Verfasser dieses Textes haben am Ende noch Seile benutzt. Ok… Dann halte ich wie immer inne und höre auf mein Bauchgefühl. Ein klares „nein“ und ich mache eine Pause, fotografiere noch etwas und gehe dann langsam wieder zurück.

Mein Weg führt mich jetzt durch den Schatten, aber ich schwitze und ziehe mir die Kapuze über. Glücklich zurück am Auto bin ich froh über diesen spontanen Ausflug und fahre langsam zurück zum Stellplatz. Dort schnell frisch machen und in frische Kleidung und den gemütlichen Teil des Abends beginnen. Hörbuch und entspannen. Dazu noch die Vorfreude auf morgen, denn es ist tatsächlich noch wahr geworden, ich werde auf Seeadler Safari gehen! Ich hoffe die Aufregung und Vorfreude läßt mich schlafen.

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